Homöopathie Karlsruhe

Gesundheit, die von uns ausgeht

Hand und Schalenstein „Gesundheit, die von uns ausgeht“: diese Formulierung stellt übliches Denken über Gesundheit auf den Kopf, und das soll sie auch! Umwendung gewohnten Denkens kann bei festgefahrenen Problemkreisen eine hilfreiche Methode sein. „Gesundheit, die von uns ausgeht“, oder Gesundheit durch uns: das bedeutet natürlich nicht, dass jeder als Arzt, Heilpraktiker oder Therapeut arbeiten oder große Projekte in die Welt bringen müsste. Eine größere Macht hat die Summe dessen, was im alltäglichen Denken, Fühlen und Handeln von uns ausgeht, an unserem Ort, in unserem Lebenszusammenhang. Dies mögen oft nur kleine Effekte sein, die sich gewaltig aufsummieren, vielleicht sogar potenzieren und dann sehr wohl eine gesund- oder krankmachende Wirkungen auf unsere Mitwelt und in der Rückwirkung auch auf uns selbst haben.

Farn Medizinforscher und Therapeuten sprechen heute zunehmend von Salutogenese, auf deutsch: von den gesundheitsschaffenden Kräften in uns. Einfacher: von unseren Gesundheitsquellen. Gesundheit ist niemals statisch, nie Zustand. Gesundheit möchte jeden Augenblick neu errungen werden. Das bedeutet nicht nur gesunde Lebensweise oder was man darunter zu verstehen meint, sondern vor allem unsere ganzen menschlichen Potenziale zu leben. Dabei, vielleicht auch nur leise, Sinn-Dimensionen zu finden und diese auszugestalten. Die stärkste aller Gesundheitsquellen ist der schöpferische Mensch in uns. Dieser ist eins mit den Quellen des Lebens. Manche sagen mit Gott oder Göttin in uns – gleich wie man dies in der Sprache der Philosophie, Psychologie oder Religion ausdrücken möchte. Dinge, die heute jeder Mensch für sich selbst entdecken darf. Wir dürfen uns Anregungen geben, Erfahrungen austauschen, aber niemand hat sich von außen einzumischen. Bereits das Forschen und Entdecken und die innere Ausrichtung an dem Gefundenen hat eine gesundheitsfördernde Wirkung.

Die Grundelemente gesunden Lebens sind seit Jahrtausenden bekannt und sie kosten nicht viel: Licht, Luft und Atem (aer), Speise und Trank (cibus et potus), Arbeit und Ruhe (motus et quies), Schlaf und Wachen (somnus et vigilia), Absonderungen und Ausscheidungen (secreta et excreta), Anregung des Gemüts (affectus animi). Diaita, „Diät“ wurde in der Antike als rechter Umgang mit allen diesen Faktoren verstanden. Verglichen mit heutigen Diätplänen ist das schon ein ziemlich ganzheitliches Konzept.

In dieser Weise eine „rechte Diät“ zu leben ist unter heutigen Alltagsumständen nur noch eingeschränkt möglich. In der Perfektion nur, wenn man seine gesamte Aufmerksamkeit in bereits narzisstischer Weise auf ein angeblich gesundes Leben richtet. Im Gegensatz hierzu wird es für eine ganzheitlich gesundheitsfördernde Lebensweise heute immer wichtiger, dem schöpferischen Menschen in uns näher zu kommen. Eben dorthin läuft die gesunde Entwicklungsrichtung der Menschheit. Andere Menschen hingegen fühlen sich vor allem den Umständen ausgeliefert, oder sie versuchen angesichts des Niedergangs, trickreich das vermeintlich Beste für sich rauszuholen, oder man versucht so halbwegs zurecht zu kommen ohne anderen weh zu tun, oder der spirituell Suchende verzettelt sich in den unüberschaubaren Angeboten, dem Kaleidoskop und Karussell einer Schein-Selbstverwirklichung inmitten des Wellness-, Gesundheits- und Pseudoesoterik-Jahrmarktes. Der gemeinsame Faktor solcher Tendenzen ist der Konsument, der Verbrauchermensch.

Kiesel Dies sind Grundrichtungen. Der schöpferische Mensch schläft, träumt oder lebt in jedem von uns. Vor allem von ihm geht Gesundheit aus.


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