Homöopathie: frei von gefährlichen Nebenwirkungen!

NarrenkappeDies und sonst nichts bewiesen Homöopathie-Gegner mit einem merkwürdigen Arzneimittel-Stunt. Ein kleines Häuflein selbst ernannter Skeptiker, die im Übrigen für die Wirksamkeit von Gebeten, für UFOs und andere naturwissenschaftlich nicht einzureihende Phänomene kompetent sein will, nahm am 5. Februar 2011 um 10:23 Uhr vor ausgewählten Apotheken eine Überdosis eines homöopathischen Arzneimittels ein. Eigentlich wollen sie die Unwirksamkeit der Homöopathie demonstrieren: „Nichts ist drin“. Genau das steht auf den Kappen, die einige der Demonstranten tragen.

Welchen Beitrag liefern Leute, die solche Aufschriften auf dem Kopf tragen? Jedenfalls nicht den beabsichtigten. Die Homöopathie ist eine Regulationstherapie und arbeitet mit hoch spezifischen Reizen. Eine homöopathische Arznei, die keinen klaren Bezug zu vorhandenen Gesundheitsstörungen eines konkreten Individuums hat, wird bei einmaliger Einnahme in der Regel gar nichts bewirken. Auch nicht, wenn die ganze Flasche eingenommen wird. Denn Homöopathie ist individuelle Medizin. Bei einigen Menschen kann es so zu homöopathischen Arzneiprüfsymptomen kommen. Solche Reaktionen treten meist eher subtil in Erscheinung. Arzneiprüfsymptome können nur innerhalb eines wissenschaftlichen Beobachtungsrahmens identifiziert und korrekt zugeordnet werden.

Ungewollt zeigen diese Aktionisten daher vor allem: Homöopathische Arzneimittel sind sicher. Dies im Gegensatz zu chemischen Arzneimitteln, deren unerwünschte Wirkungen Jahr für Jahr alleine ein Deutschland mit hoher Dunkelziffer viele tausend Todesfälle verursachen und teils schon als dritthäufigste Todesursache eingeschätzt werden.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnte: „Aus Sicht des BfArM tragen Aufrufe, Arzneimittel in Überdosierungen einzunehmen, nicht zur Aufklärung und Sensibilisierung von Patientinnen und Patienten bei“.

C.C.

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