„Blond ist unbehandelbar“:
Was die Homöopathie NICHT kann

haarHeitere Missverständnisse homöopathischer Konstitutionsbehandlung

Die Homöopathie ist eine Methode zur Behandlung von Krankheiten, nicht von Nicht-Krankheiten. So banal dies klingen mag, so merkwürdig sind doch manche Missverständnisse in der populären Diskussion. Homöopathisch unbehandelbar sind beispielsweise: blonde Haarfarbe (Selbstversuch scheiterte 😉, blaue Augen, die Schuhgröße, politische oder sexuelle Ausrichtung, das grundlegende Temperament oder Abneigung gegen Labskaus (einige nördliche Küstengebiete womöglich ausgenommen). Mit anderen Methoden natürlich auch nicht.

Oft falsch verstanden wird der Begriff der „homöopathischen Konstitutionsbehandlung”. Die Konstitution eines Menschen (Körperbeschaffenheit und Temperament) liefert lediglich Hintergrundinformationen, in welche Richtung ein Mensch krank zu werden neigt. Wenn beispielsweise ein Mensch mit cholerischem Temperament zu heftigen Wutausbrüchen neigt und er leidet selbst darunter ebenso wie andere, dann ist ein Grad des Ungleichgewichts erreicht, der ein therapeutisches Eingreifen sinnvoll macht. Dies kann allerdings nicht bedeuten, das grundlegende Temperament oder gar das Wesen des Patienten umzudrehen. Wenn die Homöopathie in der Lage wäre, das Wesen eines Menschen zu manipulieren, müsste ich sie ablehnen. Wir wollen nicht die Gen-Designer neidisch machen!

Vor einer homöopathischen Behandlung und manchmal in ihrem Laufe sind auch Erwartungen, Behandlungsziele und Grenzen zu klären. Die Homöopathie ist wunderbar geeignet zur Behandlung eines großen Spektrums von Gesundheitsstörungen und durchaus ernsthaften Erkrankungen. Studien haben den Sinn begleitender Behandlungen selbst bei schweren Erkrankungen wie Krebs aufgezeigt. Die wissenschaftliche Diskussion ist ebenso kontrovers wie interessant und alles andere als banal. Siehe links im Menü unsere Beiträge zu „Forschung und Homöopathie” und „Häufige Fragen”.

C.C., Juni/Juli 2011

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