Gesundheit der Erde

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Gesundheit ist mehr als Abwesenheit von Krankheit. So, wie Frieden mehr als Abwesenheit von Krieg ist.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert Gesundheit als Zustand körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens. Sie beschreibt damit einen weitreichenden Konsens. Doch eigentlich ist Gesundheit nicht einmal ein Zustand, jedenfalls nichts Passives oder Stehendes. Unsere geistige, seelische, soziale und körperliche Gesundheit möchte jeden Tag neu errungen werden. Das kann auch inmitten von Krankheit gelingen: Bewegen wir uns selbst, dann können wir vieles bewegen.

Es scheint bequem, Gesundheit misszuverstehen als Norm-Entsprechung, von Laborwerten bis hin zur sozialen Gesundheit. Abweichungen können auf etwas hinweisen, aber ist alles Abweichende verdächtig? Was taugt eine lebens-entfremdete Normalität, mit der wir mittelfristig das Leben auf dieser Erde, ja menschheitlich uns selbst zerstören könnten?

Offenbar benötigen wir einen erweiterten, dynamischen Gesundheitsbegriff, der sich auch darauf richtet, in welcher Weise wir uns in das große Leben einbringen: auf den mit den Quellen des Lebens verbundenen und schöpferischen Menschen.