Heilpraktiker/in werden - unser Weg

1. - Die Heilpraktiker-Grundausbildung

Erste Voraussetzung zur Ausübung der Heilkunde ohne ärztliche Approbation ist die amtliche Erlaubnis nach Heilpraktikergesetz. Unsere in Zusammenarbeit mit der Dura Mater angebotene Heilpraktiker-Grundausbildung führt zur erforderlichen gesundheitsamtlichen Überprüfung. Wir empfehlen stark, die Heilpraktiker-Grundausbildung und Prüfung vor Beginn eines Homöopathie-Studiums abzuschließen. Selbstverständlich können Sie sich nach der Grundausbildung auch für andere Therapierichtungen entscheiden. Dafür empfehlen wir entsprechend spezialisierte Schulen.

Schauen Sie unsere Seite zur Heilpraktiker-Grundausbildung näher an !

 

Basiskurs

1.1 - Grundausbildung, "Basiskurs Medizin"

Unser medizinischer Basiskurs richtet sich als erste Stufe der Heilpraktiker-Prüfungsvorbereitung an Menschen ohne oder mit mäßigen Vorkenntnissen. Hier lernen Sie Aufbau und Funktionen des menschlichen Organismus, die wichtigsten Krankheitsbilder und gesetzliche Grundlagen kennen.

Näheres zu unseren Basiskurs auch bei "Heilpraktiker-Grundausbildung"!

 

1.2 - Intensivkurs Heilpraktiker-Prüfungsvorbereitung

Der Intensivkurs des befreundeten Veranstalters Dura Mater vervollständigt den prüfungsrelevanten Stoff und bereitet konzentriert auf die Prüfung vor. Voraussetzung ist unser Basiskurs oder gute medizinische Vorkenntnisse.

Seit über 20 Jahren arbeiten wir erfolgreich zusammen!

 

Dura Mater

 

2 - Gesundheitsamtliche Heilpraktiker-Überprüfung

Die gesundheitsamtliche Heilpraktiker-Überprüfung ist gesetzliche Voraussetzung zur Heilerlaubnis ohne Arztapprobation. Das Gesundheitsamt prüft allerdings zu 97% Schulmedizin (Anatomie, Physiologie, Krankheitslehre, Diagnostik) sowie Gesetzeskunde. Ausreichende Kenntnisse darin erachten auch wir als unverzichtbare Grundlage für spätere praktische Tätigkeit. Die Qualitätssicherung in alternative Heilverfahren liegt hingegen ganz in der Hand der fachspezifischen Organisationen.

Die Heilpraktikerüberprüfung findet jeweils im Frühjahr und im Herbst statt, je nach Hauptwohnsitz bspw. am Karlsruher, Mainzer, Heilbronner, Tübinger oder sonst regional zuständigen Gesundheitsamt. Die formalen Voraussetzungen sind: Nachweis medizinischer Kenntnisse durch schriftliche und mündliche Überprüfung, Schulabschluss, vollendetes 25. Lebensjahr, keine Vorstrafen, keine Erkrankungen welche der Berufsausübung entgegenstehen. Siehe auch vorstehenden Link.

Auf Basis des "Heilpraktiker für Psychotherapie", des so genannten "kleinen Heilpraktikers" ist ausschließlich psychotherapeutische Arbeit möglich.

 

3 - Ihre ganz persönliche Entscheidung für Ihre weitere therapeutische Fachausbildung!

Alle Wege frei! Nachdem Sie beim Gesundheitsamt Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten überzeugend dargelegt haben, liegt es nun in Ihrer Verantwortung, sich in Akupunktur, manuellen Verfahren, Homöopathie oder anderen Therapiemethoden bis zur Praxisreife weiterzubilden. Für solche Verfahren haben unsere Gesundheitsbehörden keine Prüfungskompetenzen. Der Staat reguliert im Sinne der Patientensicherheit und Sorgfaltspflicht, sorgt aber nicht für Qualifizierung in besonderen Therapierichtungen. Umso mehr weisen wir auf qualifizierende Ausbildungen und überprüfte Therapeutenlisten hin, gleich für welches oder welche Verfahren Sie sich entscheiden. Sich ein anspruchsvolles Verfahren, wie beispielsweise die Homöopathie, chinesische Medizin oder Ayurveda, bis zur Praxisreife anzueigenen, braucht großen persönlichen Einsatz über einige Jahre hin.

Unser eigenes Engagement gilt der klassischen Homöopathie Samuel Hahnemanns.

 

3.1 Homöopathie-Fachausbildung

Sie dürfen selbstverständlich auch andere therapeutische Richtungen wählen. Aber wir freuen uns sehr, wenn Sie sich nochmals für uns entscheiden!

Die klassische Homöopathie Samuel Hahnemanns lohnt und erfordert ein gründliches Studium. Diejenigen, die Energie, Begeisterung und Disziplin dafür mitbringen, möchten wir optimal auf alle Anforderungen des Berufes vorbereiten. Unsere dreijährige Homöopathie-Fachausbildung ist umfassend. Sie führt über die Durchdringung der Materie auf hohem fachlichen Niveau und Lehrpraxis zur Praxisreife. Sie ist von der Stiftung Homöopathie-Zertifikat SHZ akkreditiert. Eingangsvoraussetzung ist eine grobe Orientierung über die Homöopathie, nur als gesunde Entscheidungsgrundlage, sowie i.d.R. Heilpraktiker-Grundausbildung. Wer sich vorab noch über die Homöopathie orientieren möchte, dem empfehlen wir unsere Vorträge und Laien-Kurse und auf Anfrage gerne auch geeignete Literatur.

 

Mehr zu Unterrichtskonzept, Inhalten und Leitbild finden Sie in unserer Ausbildungsbroschüre -- Ausbildungsbroschüre bitte hier herunterladen (PDF). Infos zu Kursterminen bitte per Kontakt-Formular anfordern.

3.2 - Praxisführung und Patientenführung

Therapeutische Kompetenzen alleine reichen leider nicht ganz aus, um langfristig erfolgreich behandeln zu können. Den geeigneten Rahmen müssen wir, soweit nicht vom Gesetz bestimmt, selber schaffen. Welche Herausforderungen bringt eine freiberufliche Tätigkeit? Wie gründe ich eine Praxis und wie organisiere ich die Abläufe? Wie werden Patienten mich finden? Wieviel Verbindlichkeit, wieviel Freilassen braucht die Patientenführung? Wie rechne ich ab? Brauche ich eine Geschäftsplanung? Grundlagen der Kommunikation und der Berufskunde sind in unserer Ausbildung mit beinhaltet.

Gespräch

3.3 - Optional: Zertifikatsprüfung der SHZ

Unserer interne Homöopathie-Abschlussprüfung bereitet zugleich auf die zentrale Prüfung der Stiftung Homöopathie-Zertifikat vor. Damit ist eine freiwillige, aber sehr sinnvolle bundeseinheitliche Zertifizierung möglich. Die Ausübung der Homöopathie ist nicht an Zertifikate gebunden. Doch den Patienten stehen hierdurch bundesweit überprüfte Therapeutenlisten zur Verfügung, so dass sie qualifizierte Homöopathen leichter finden können.

 

Abfolge als Grafik, von unten beginnend

Heilpraktiker-Ausbildung

4.1 - Fallsupervision - Begleitung in der Praxis

Fall-Supervision als konsilarische Beratung (lösungsorientierte strukturierte kollegiale Besprechung anonymisierter Behandlungsfälle der Teilnehmer) ist keinesfalls nur für Praxisanfänger gedacht. Ein gut moderierter Gruppenprozess, vergleichbar dem ärztlichen Konsilium, bringt eine tiefere und vollständigere Wahrnehmung von Therapiesituationen, als sie dem Gruppenleiter oder Supervisor alleine möglich wäre. Im dritten Jahr unserer Homöopathie-Ausbildung kann Supervision schon mit einbezogen werden.

4.2 - Fachseminare für praktizierende KollegInnen

Bei allen bekannteren Homöopathen finden Sie eine gemeinsame Eigenschaft: sie sind in ihrer Weiterbildung zu keiner Zeit stehen geblieben. Neben dem fachlichen Gewinn erleben Sie auf Fortbildungen den Austausch unter Kollegen und nehmen am Leben der Homöopathie teil. Wir veranstalten keine Mega-Kongresse, sondern überschaubare Fortbildungen mit namhaften Dozenten aus dem deutschsprachigen Raum. Aktuelle Homöopathie-Fachseminare finden Sie hier.