Die Corona-Maskerade

Alltagsmasken und Mummenschanz, die Sonne und der Hahn, und was das Immunsystem uns vormacht. Ein öffentlich-verborgenes Mysterienspiel.

Verschwörungstheorien häkeln, Kausalitäten basteln oder aber Chancen nutzen?

„Mehrheit befürwortet Maskenpflicht“

Jedenfalls in Baden-Württemberg, so schreibt die Zeitung. Wohl nur eine dünne Mehrheit. Auch hier hängt Vieles von Zählweisen und Fragestellungen ab. Ab jetzt also Corona-Maskenpflicht, zumindest in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen, in Schulen bleibt’s zu sehen. Fratze ziehen gilt wohl nicht. Mit Achtsamkeit ginge vielleicht auch einiges, dazu weiter unten, doch eine „Politik der starken Hand“ findet größere Zustimmung. Übrigens gleich, in welche opportune Richtung diese geht, wie Umfragewerte zu Söder oder Trump bestätigen. Auch sinnfreie Symbolhandlungen, wie etwa die Flächendesinfektion von Straßen (1) und öffentlichen Einrichtungen (2) im benachbarten Elsaß, sind zumindest mal eindrucksvoll. Weitaus wirksamer wären, nach allem was wir wissen, vergleichsweise unauffällige Maßnahmen wie Erhöhung der Test-Kapazitäten, Aufbau regionaler Task Forces, besonderer Schutz von Risikogruppen sowie umfassender Schutz und sehr regelmäßige Testungen medizinischen Personals. Denn Covid-19 ist kein Männerschnupfen, wie sich in sicherer Entfernung von bestimmten Krisengebieten leicht behaupten lässt. Was aber brachten Schulen- und Betriebsschließungen nun wirklich? Und was bringen Maskenpflichten? Was bringen uns die bekannten psychologischen Wechselwirkungen zwischen Angst und missbrauchter Macht, wenn einmal Krisen kommen, die wirklich den großen Seuchen früherer Jahrhunderte vergleichbar sind? Anfangs konnte ich das Handeln unserer Regierungen akzeptieren. Doch wissenschaftlich fundierte Vorschläge zu einer Nachbesserung der Regierungspolitik (3) blieben ungenutzt. Eine begleitende Evaluation der Maßnahmen – etwas versteckt fordert das auch die Leopoldina (4) – unterblieb. Und auch im internationalen Vergleich ließen sich Hinweise finden, was unsere „Risikogruppen“ wirklich schützen kann. Nun aber wird diskutiert, als sei längst ausgemacht, dass Shutdown und Maskerade die hauptsächlich und fast einzig wirksamen Instrumente seien. Das ist eine gewaltsame Verkürzung!

Gesichtsmaske
Ensor, J. (1899): Selbstportrait mit Masken

Alltagsmasken, Mummenschanz und andere Mysterien

Verzeihen Sie, dass ich das Wort „Alltagsmaske“ nur mit einem Doppelsinn lesen kann. Unwillkürlich denke ich an das Werk des belgischen Künstlers James Ensor (1860 – 1949) (5), seinen Blick auf unsere Alltagsmasken und die Steigerungen des allgemeinen Maskenballs in den Begegnungen mit unserer Sterblichkeit. Ich denke an die Würdelosigkeit des Gesichtsverhüllungs-Gebots für Frauen in einigen Auslegungen einer bestimmten Religion. Ich denke an die „Gehörlosen“ und noch viel mehr Schwerhörigen, die auf das Lippenlesen angewiesen sind (was das Gegenüber meist gar nicht bemerkt). An traumatisierte Menschen, die sofort Panik-Attacken bekommen, wenn sie Mund und Nase bedecken müssen. Ich erinnere mich, wie ich schon Anfang März eine Frau mit Maske bei der Gartenarbeit sah, fernab der Straße, am Rande eines winzigen Schwarzwald-Dorfes. Vor wenigen Tagen eine Joggerin, die mitten im tiefen Wald sehr aufgeregt in ihr Handy quatschte und angesichts der kommenden Schulen-Öffnung von Millionen Toten in Deutschland sprach, toten Kindern und Lehrern und Eltern: So werden „Informationen“ zu Selbstläufern. Uns — wo auch immer! — nicht mehr mit unverhüllten Gesichtern begegnen zu dürfen, ist ein wirklich tiefer Eingriff in das gesellschaftliche Leben. Die Wirksamkeit ist strittig, psychologische Folgewirkungen sind kaum erforscht. In Kliniken und Pflegeeinrichtungen? In einer überfüllten U-Bahn? Meinetwegen dort, wo wirklich angebracht. Auf spezielle Tätigkeiten sowie zeitlich und örtlich begrenzt! Ausgangssperren hatte ich schon in meinem ersten Beitrag zu Corona thematisiert. Grundvoraussetzung solcher flächendeckenden Eingriffe in das soziale Leben wäre, noch vor einer verfassungsrechtlichen Bewertung, eine solide Nutzen-Evaluation.

Ensor, J. (1897): Der Tod und die Masken

Ensor, J. (1894): Masken betrachten eine Schildkröte

Gut, verzichten wir auf Küsschen. Achten wir auf körperlichen Abstand, vor allem bei der frontalen Ansprache. Und verhüllt so halsabwärts, was immer ihr verhüllen möchtet.

Aber Leute, ich möchte eure Gesichter sehen!

Oder aber nehmen wir den Mummenschanz, den staatlich verordneten Maskenball als Angebot, allerlei sonst gewohnte Alltagsmasken in’s Bewusstsein zu bringen. Schlussstrich-Zieher und heimlicher Herr der Narretei ist ohnehin der Tod. Hinter dem großen Schauspiel ist so denn doch noch ein echtes Mysterium, denn der eigenen Sterblichkeit ins Gesicht zu schauen ist eine der in Ost und West tradierten Methoden zur unmaskierten Selbstbegegnung. Ein wenig aus der Mode geratenen, richtig; so werden wir daran erinnert. James Ensor stellt die Frage nach dem wahren Angesicht in der Begegnung mit dem Tod, als leidender Narr (Pierrot) sowie, etwas versteckt, in der Christus-Begegnung. So ganz gelegentlich ließe sich ja künftig auf die eine oder andere Maske verzichten. Man stirbt nicht gleich davon.

Ensor, J. (1910): Der verzweifelte Pierrot

Ging die Sonne auf, weil der Hahn krähte?

Correlation is not causation. Mit geeigneten Kurven-Ausschnitten sind statistische Übereinstimmung der Häufigkeit des Klapperstorchs mit Geburtenraten sehr wohl darstellbar, aber kausal womöglich nicht überzeugend. Im Falle des Shutdowns aber taugen die Kurven nicht einmal für einen hypothetischen Zusammenhang zwischen den Maßnahmen und dem Rückgang der Infektionszahlen – so wie am 14. April von der Bundeskanzlerin behauptet. Die Kurve ging nämlich schon Anfang März drastisch nach unten (6). Obwohl die Kurven, aufgrund von Inkubationszeiten und Meldeverzug, der Wirklichkeit um 7 – 14 Tage hinterher hinken. Prof. Homburg kritisierte den Shutdown in einem viral verbreiteten Interview als unnötig (7). Ranga Yogeshwar kritisiert dieses Interview zunächst als verunsichernd (8), kann für die Politik der Bundesregierung aber auch nur (von mir mal so bezeichnete) „erzieherische Gründe“ nennen. Letztlich übereinstimmend mit Homburg bestätigt er eine sehr viel plausiblere Hypothese: Nämlich die Wirkung der Nachrichten und damit verbunden größerer Vorsicht und Achtsamkeit der Menschen, sowie auch das Verbot von Großveranstaltungen zu diesem Zeitpunkt. Ohne Ausgangssperren, ohne Kita-, Spielplatz- und Schulenschließungen (Kinder unter 10 Jahren sind an der Verbreitung wahrscheinlich ohnehin nicht beteiligt (9)), ohne Bildungs- und Versammlungsverbote, ohne Vermummung.

Grafik des RKI, Epidemiologisches Bulletin 17/2020. Kurvengipfel des Reproduktionsfaktors am 10. März, dann steil abfallend, seit 21.3.20 geringe Schwankungen knapp unter 1. Der Now-Access korrigiert Meldeverzug, berücksichtigt aber nicht die Inkubationszeiten; kleine Schwankungen sind nicht signifikant.

Zahlen haben Nachteile. Unter anderem, dass sie nie die Gegenwart abbilden. Das wissen auch unsere Entscheidungsträger. Das macht eine gewisse Vorsicht verständlich. Aber die Zeit nach dem ersten Shutdown wurde nicht hinreichend genutzt, um einmal zu schauen: Wie machte Schweden (10), dass die Zahlen trotz lockerer Politik zurückgehen? Wie machte es das viel dichter besiedelte Hongkong (11)? Was sind die wirklich gefährlichen Begleitumstände dort, wo das Virus explodierte und weiterhin explodiert?

Zahlen sollte man dann auch lesen können (12). Es ist sehr gut, dass vermehrt getestet wird, trotz (überschaubarer) Ungenauigkeiten der Tests. Da steht Deutschland vergleichsweise gut da. Aber das bedingt natürlich auch einen artifiziellen Kurvenanstieg. Abgesehen von immer noch nicht vollständig validierten Tests, mit womöglich falsch-positiven Ergebnissen bei Vorliegen anderer Corona-Stämme. Auf einen hohen Anteil asymptomatischer und dadurch vorwiegend unbemerkter Infektionen hatte u.a. schon Streeck in seiner Heinsberger Studie (13) hingewiesen. Luftverschmutzung scheint ein Co-Faktor (14). Interessant sind denn auch weitere Zahlen, bspw. wie viele Mitglieder eines gemeinsamen Haushaltes werden durch einen Kranken in der Regel mit infiziert und dann auch krank. Eine Studie aus China besagt, nur einer von 9 würde krank werden. In Senioreneinrichtungen kann der Anteil natürlich höher sein. Und nun spricht sogar Drosten von einer partiellen Kreuz-Immunität im Falle vorangegangener Infektionen mit harmloseren Corona-Viren (15). Drosten hatte einst, in doch arg alarmistischem Stil, die Zahl von drohenden 70% Infektionsrate bei 5% Sterblichkeit aufgebracht, was alleine in Deutschland bis zu 2,8 Millionen Tote wären. Dem Laien nicht erklärt wurde der Unterschied zwischen infiziert und krank, denn gerade bei Corona wird nicht jeder Infizierte dann auch krank. Soviel wusste man aber auch schon im März. Andere Erkenntnisse kommen neu hinzu, so, dass künstliche Beatmung die Prognose auch verschlechtern kann (16).

Maßnahmenstart laut RKI.

Im internationalen Vergleich scheint Deutschland vergleichsweise gut dazustehen (17) und ging maßvoller als viele andere Länder vor (18). Unsere Gesundheitspolitik machte wohl nicht alles falsch (19). Der Rückgang der Infektionszahlen ist nach den vorliegenden Daten aber eher zum kleinsten Teil ein Erfolg der Eindämmungs-Maßnahmen, sondern vor allem den sozialen und hygienischen Grundvoraussetzungen in einem reichen Land zu verdanken, der freiwilligen Achtsamkeit der Bürger schon seit Anfang März, dann auch vorhandener Kreuz-Immmunitäten, vielleicht auch dem Verzicht auf nahezu vollständigen Hausarrest wie etwa in Spanien, während die stille Immunisierung erst begonnen haben kann. Mit einigen verbleibenden Unsicherheiten werden wir leben müssen. Vieles liegt an der Fähigkeit oder Unfähigkeit einzelner Menschen vor Ort. Aber Regierungen sollten eingeschlagene Kurse nachjustieren, korrigieren und – so wie das übrigens auch unser Immunssystem macht – unspezifische Maßnahmen schnellstmöglichst durch spezifisches Vorgehen ablösen. Spezifisch sind nicht erst Impfungen mit derzeit unklaren Aussichten, sondern schnelles Feststellen lokaler Ausbrüche und so fort.

Sorgen mache ich mir sehr viel eher um jene Länder, in denen schon die äußeren Voraussetzungen für gute Hygiene und körperlichen Abstand fehlen. Sorgen mache ich mir um die Verlierer der globalisierten Finanzmärkte, die heute effizienter ausgebeutet werden als zur Zeit des dunkelsten Kolonialismus. Da sind wir schon sehr bequem in unserem europäischen Dorf, wie wir von der fetten Seite des Butterbrots herabschauen und Zäune bauen, während andere verhungern.

Sorgen mache ich mir über den Populismus, über das populistische Handeln auch von Regierungen und über die Selbstzerstörung unserer Demokratie.

Die Sonne geht dennoch auf — und ein anderer Frühling kommt unaufhaltsam.

Statistik über Einkommen und Sterblichkeit, Frankreich 1766

Was Verschwörungstheorien und einige Regierungserklärungen gemeinsam haben

Manche ‚Informationen‘ entlaufen ihren Urhebern, werden Selbstläufer. Ganz wie jene Joggerin, die, Drosten auf ihre Weise verstehend, durch den Wald laufend von Millionen Toten in Deutschland redete. Derweil beobachte ich zwei gegensätzliche Arten von Verschwörungstheorien. Sinngemäß:

  1. Regierungen vertuschen Zahlen und sind an gezielten, wirksamen Maßnahmen nur mäßig interessiert, weil sie ausschließlich wirtschaftlichen Machtinteressen folgen. Die Eliminierung gesundheitlich schwacher Bevölkerungsgruppen und die „Verjüngung des Volkskörpers“ (so in nationalistischer Diktion) sind willkommen, um der eigenen Volkswirtschaft Vorteile zu verschaffen.
  2. Regierungen und ‚Eliten‘ dramatisieren und instrumentalisieren eine überhaupt gar nicht vorhandene Gefahr, um schrittweise den Überwachungsstaat weiter auszubauen und ihr Machtsystem, ihre Neue Weltordnung einzurichten.

Oder geschieht alles beides? Nutznießer gibt es allenthalben … allerdings ist die Leugnung einer Gefahr etwas zu einfach, solange man auf einer der vorläufig sicheren Inseln wohnt. Die meisten „Verschwörungsexperten“ (nein, Experten finden wir eher unter den Praktikern) unterschätzen dann auch, dass in allem die Natur nochmals ihre eigene, und von keiner finsteren Interessengruppe lenkbare Meinung hat. Viele Menschen laufen dann jeder, mit querreferenzierten Quellenangaben gespickten, verschwörungstheoretischen Nebelkerze hinterher und verstricken sich in Eigenwelten, die ein wirksames gesellschaftliches Engagement geradezu verhindern. Sind nebulöse Theorien gar die „eigentliche“ Verschwörung?

Pestarzt mit Mundschutz

Zu kompliziert? Nun, hier endlich die versprochene Gemeinsamkeit von Verschwörungstheorien und Regierungserklärungen: Beide bedienen Bedürfnisse nach einer Reduzierung der Komplexität des Geschehens. Einfache Erklärungen beruhigen, oder aber sie geben der inneren Unruhe eine Richtung. So werden Menschen lenkbar. Politiker, die dann vor allem Willen zum Durchgreifen demonstrieren, können Unsinn reden, bis sich die Balken biegen. Sie erzielen damit höhere Zustimmungswerte als solche, die sich um differenzierte Darstellungen bemühen. Bayern ist dabei, zeitlich unbegrenzte Vorbeugehaft einzuführen (20), während Donald T. von Victor Orban lernt (oder aber beide die gleichen, (un)heimlichen Vorbilder haben). Im Nachbarort wurde gerade ein Pfarrer denunziert, weil er vier Mitglieder einer Meditationsgruppe zur Meditation in der Kirche eingeladen hatte; Denuziantentum greift allenthalben um sich (21); Facebook und Google bauen ihre „Wahrheitsfilter“ immer weiter aus; in China hingegen stirbt man derzeit einfach nicht mehr an Corona. Das ist doch auch eine praktische Lösung, oder?

Damit gleich ein praktischer Tipp zu Verschwörungstheorien: Häkeln Sie sich Ihre eigene. So viel Individualismus darf sein. Am besten gleich zusammen mit Ihrer vermummungsgebot-konformen Maske mit Herzchen, Kussmund oder Totenkopf-Design. Ganz, was Ihren Vorlieben entspricht. Verwenden Sie ein fünffach zusammengelegtes Geschirrtuch (so eine der unendlich vielen Anleitungen), montieren Sie dieses mit solidem Spanngurt und sprechen Sie durch die Maske hindurch fünfmal hintereinander schnell „vermummungsgebotkonform“. Sollte niemand Sie verstanden haben, dann sind Sie nun auch abhörsicher.

Francesco de Goya (1797): Gebildeter Esel

Was wir weiterhin tun können

  • Selber denken und nicht alles glauben. Wach beobachten – nein, nicht Ihre Nachbarn – sondern, was geschieht.
  • Raus aus der Angst. Das würde ich auch dann sagen, wenn wir tatsächlich die Pest an Bord hätten. Ich meine nicht, keine Angst empfinden zu dürfen. In der Angst zu bleiben aber verhindert kluges Handeln.
  • Wir brauchen einen Modus, der psychisch wie auch wirtschaftlich über viele Monate hin durchgetragen werden kann. Ansteckungsschutz geht auch mit Achtsamkeit, Kenntnis und Gelassenheit. Das geht und wirkt auch, wie die RKI-Zahlen zeigen.
  • Gesundheitspflege ist eine große, noch viel zu wenig berücksichtigte Stellschraube. Viel Bewegung an frischer Luft, wenn möglich an der Sonne. Mit Freude kochen, langsam essen, gute Begegnungen. Kleine und große Bildschirmgeräte auch mal ausschalten.
  • Mehr Miteinander von ‘konventioneller’ und ‘komplementärer’ Medizin. Beide haben ihren Platz. Niemand kann „alles“.
  • Mehr Solidarität innerhalb der EU und weltweit, anstatt (so wie Deutschland das tut) Nationen mit geringeren Exportraten zum systematischen Abbau ihrer Sozial- und Gesundheitssysteme zu zwingen.
  • Gehen wir mit unserer Wahrnehmung endlich raus aus dem europäischen Dorf. Die trockenen Wälder betreffen nicht nur die Bauern, Corona ist nicht nur eine mexikanische Biersorte, Epidemien sollten nicht alleine von der sicheren Insel aus beurteilt werden, Politik alleine kann uns gar nicht schützen. Es geht um Dich / um Sie, es geht um die Menschheit, es geht um die Erde.
  • Krisen müssen der Neu-Orientierung dienen. „Danach“ ist das viel schwieriger. Das gilt für eine Gesellschaft so wie für jeden von uns selbst.
  • Regionale Solidaritäts-Netzwerke auch nach „Corona“ weiterführen.
  • Von Nachbarländern lernen – gleich, ob diese es ‘besser’ oder ‘schlechter’ zu machen scheinen.
  • Kritische Diskussionen zulassen, ob sie gefallen oder nicht.

Baum

Angesichts der Gesamtsituation von Mensch, Erde und Natur…

… wünschte ich mir wenigstens 10% des Handlungswillens, den unsere Regierungen (wenngleich womöglich nicht immer in richtiger Richtung) derzeit aufbringen, für dringend anstehende, auf das Miteinander von Mensch, Erde, Natur gerichtete Änderungen. Dies aber kontinuierlich. Die jetzige Krise zeigt, wir können auch sehr schnell Dinge ändern (22). Wenn wir nicht wach sind, zum Schlechten, aber genauso auch zum Guten. JETZT ist eine Chance, wichtige Weichen umzustellen. Oder, auf welche Art von Ereignissen wollen wir noch warten?

Das große Mysterienspiel, der Maskenball der Begegnungen und Nicht-Begegnungen, das Eingeschlossen-Sein und Aufatmen — alles dies vollzieht sich ungeachtet unserer Bewertungen.

Und die gekreuzigte Erde (sie wird es überleben)(23) sagt: Ich habe Durst.

C., 26.4.2020

Fußnoten / Quellenverweise

(eine funktionale Übernahme der Fußnoten aus der Textverarbeitung war leider technisch nicht möglich)

1 https://pokaa.fr/2020/03/30/strasbourg-va-commence-a-etre-desinfectee-des-aujourdhui/
2 https://actu.fr/auvergne-rhone-alpes/lyon_69123/coronavirus-lyon-abribus-bancs-metropole-va-desinfecter-mobilier-urbain_32777351.html
3 http://www.matthias.schrappe.com/einzel/thesenpapier_corona.pdf
4 https://www.leopoldina.org/publikationen/detailansicht/publication/leopoldina-stellungnahmen-zur-coronavirus-pandemie-2020/
5 https://www.wikiart.org/de/james-ensor/
6 RKI, Epidemiologisches Bulletin 17/2020
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/17_20_SARS-CoV2_vorab.pdf?__blob=publicationFile
7 https://www.youtube.com/watch?v=Vy-VuSRoNPQ&t=
8 https://www.youtube.com/watch?v=OLBav50d-X8&feature=youtu.be
9 https://www.rnd.de/gesundheit/studie-zu-corona-kinder-weniger-von-virus-betroffen-als-erwachsene-
DDA7RWXXU7WQSVIYEDUFHB6DUI.html
https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2006100?query=RP
10 https://www.n-tv.de/panorama/Hat-Schweden-am-Ende-recht-gehabt-article21716911.html
11 https://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/hongkong-warum-das-coronavirus-hier-keine-schwere-pandemie-ausloeste-a-1306367.html
12 https://harald-walach.de/22-epidemiologie-und-infektiologie-fallstricke-der-nackten-zahlen/
13 https://www.tagesspiegel.de/wissen/virologe-streeck-zur-coronavirus-studie-die-veroeffentlichung-zu-heinsberg-war-nicht-
leichtfertig/25735672.html
14 https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/corona-20-prozent-der-new-yorker-koennten-schon-antikoerper-haben-16739587.html
15 https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html
16 https://www.n-tv.de/wissen/Covid-19-Einige-US-Arzte-behandeln-anders-article21714604.html
17 https://www.n-tv.de/politik/Deutschland-ist-das-sicherste-Land-Europas-article21713265.html
18 https://www.n-tv.de/panorama/Kinder-in-Spanien-duerfen-wieder-raus-article21740973.html
19 https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/merkels-corona-politik-virus-ist-nicht-an-allem-schuld-16727969.html
20 https://www.sueddeutsche.de/bayern/gefaehrder-gesetz-bayern-fuehrt-die-unendlichkeitshaft-ein-1.3594307
21 https://www.kn-online.de/Nachrichten/Schleswig-Holstein/Corona-Meldungen-Wie-viel-Denunziantentum-steckt-in-Schleswig-Holsteinern
22 https://charleseisenstein.org/essays/die-kronung
23 https://www.focus.de/wissen/mensch/neues-buch-von-johannes-fried-doch-kein-tod-auf-golgatha_id_10240606.html