Ermutigende Forschungsergebnisse zur Homöopathie und der australische Krimi

Homöopathie wirkt auch 'down under'! — u.a. bei Fibromyalgie, Mittelohrentzündung, postoperativen Darmverschluss, Atemwegsinfektionen und beeinflusst Nebenwirkungen von Krebstherapien

Der erste „Australian Report“ zur Wirksamkeit der Homöopathie — mit kurz gefasst diesem Ergebnis — wurde vor wenigen Wochen endlich in der ersten, ursprünglichen Version von 2012 publiziert. 7 Jahre Druck der australischen und internationalen Öffentlichkeit waren nötig gewesen, bis zunächst die Existenz einer ersten Studie zugegeben und diese dann auch veröffentlicht wurde. Die in Regierungsauftrag durchgeführte erste Analyse der weltweit vorliegenden Homöopathie-Forschung brachte durchaus Ergebnissen für die Wirksamkeit der Homöopathie, exemplarisch belegt eben für Fibromyalgie, Mittelohrentzündung, postoperativen Darmverschluss, Atemwegsinfektionen und für die homöopathische Behandlung von Nebenwirkungen von Krebstherapien.

Das Homeopathy Research Institute veröffentlichte jetzt eine inhaltliche Analyse der zunächst unterdrückten ersten Studie „encouraging evidence — homeopathy is effective“ und sowie auch Fragen und Antworten zum Report, „Questions and Answers on NHMRC First Report Release„. Bequem auf deutsch zu lesen ist die Meldung des Bundesverband Patienten für Homöopathie, „Australien: Eine über Jahre zurück gehaltene Studie spricht von vielversprechenden Belegen für die Homöopathie„.

Zur Erinnerung: Die für die Homöopathie ermutigenden Ergebnisse hatten der australischen Regierung damals nicht gefallen. So gab es einen Maulkorb, sogar die bloße Existenz des ersten Reports war verschwiegen worden. Stattdessen hatte man ein neues, handverlesenes Wissenschaftler-Team beauftragt, das im Jahre 2015 einen seither viel zitierten zweiten „Australian Report“ herausbrachte mit dem Wunsch-Ergebnis, dass keine Wirksamkeit jenseits von Placebo belegbar sei. Abgesehen von dem Skandal der politischen Lenkung einer steuerfinanzierten Untersuchung mit rein wissenschaftlichen Fragestellungen hinterlässt der Umgang mit der Studienleiterin des „First Report“, Frau Prof. Karen Grimmer, einer sehr erfahrenden Expertin, einen Nachgeschmack.

Nein, so geschah dies alles nicht in der DDR. Nicht in Abchasien und auch nicht im Kongo. So läuft’s inmitten unserer freien, offenen (nur halt leider finanzmarktbestimmten) Gesellschaft. Aber nicht nur „down under“: Das Vorgehen der Australischen Gesundheitsbehörde gleicht auffallend den Manipulationen im Rahmen der Schweizer „Programms zur Evaluation der Komplementärmedizin“ im Jahre 2005.