Studien-Manipulationen, nach der Schweiz nun auch in Australien aufgedeckt

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WasserHomöopathie wirkt nicht? Warum müssen dann groß angelegte, in Regierungs-Auftrag durchgeführte wissenschaftliche Untersuchungen zur Homöopathie mit der Aufgabe, den weltweiten aktuellen Forschungsstand einzubeziehen, grob manipuliert, zuletzt in Australien sogar „wiederholt“ werden, um zu einem solchen Ergebnis zu kommen? Ein sehr ähnliches übles politisches Spiel „von oben herab“ hatten wir schon 2005 in der Schweiz beim „Programm zur Evaluation der Komplementärmedizin“ PEK, nachdem die Homöopathie nach einem Regierungswechsel politisch nicht mehr willkommen war. Die Schweizer aber wehrten sich in einer Volksabstimmung erfolgreich gegen den Ausschluss der Homöopathie aus der Regelversorgung.

Schwerwiegende Unregelmäßigkeiten und Manipulationen deckte das „Homeopathy Research Institute“ HRI nun auch beim Homöopathie-Bericht der Australischen Gesundheitsbehörde von 2015 auf:

  1. Der Bericht der australischen Behörde NHMRC wurde zweimal erstellt.
  2. Die Existenz des ersten (im Ergebnis positiven!) Berichts wurde der Öffentlichkeit verschwiegen.
  3. Das NHMRC behauptete, es hätte 1800 Studien “rigoros ausgewertet”. Tatsächlich aber wurden nur 176 Studien in Betracht gezogen und lediglich 5 Studien ausgewertet.
  4. Der Leiter der zweiten Studie verschwieg einen Interessenkonflikt als Mitglied einer Anti-Homöopathie Lobby-Gruppe.
  5. Entgegen den eigenen Richtlinien des NHMRC war bei der zweiten Studie kein Homöopathie-Experte im Untersuchungsausschuss.

Und was war 2005 geschehen? Nur eine kurze Erinnerung: Im Rahmen des vorgenannten „Programm zur Evaluation der Komplementärmedizin“ wurde einer von zwei Zweigen einer Auswertung des internationalen Standes der Homöopathie-Forschung politisch unterdrückt (Maulkorb und Geldentzug), als sich abzeichnete, dass er günstige Ergebnisse zur Homöopathie erbringt. Rund um die Welt aber ging, mit vorbereiteter Presse-Arbeit der Agenturen von Neuseeland bis Portugal, von Norwegen bis Südafrika, begleitet von einem Lancet-Editorial “The End of Homeopathy” eine Meta-Analyse von Egger/Shang. Bei dieser wurden ebenfalls – nach zunächst nicht offengelegten Kriterien ausgewählt – nur 8 von über 200 Studien ausgewertet, um schließlich zu dem gewünschten Ergebnis zu kommen, dass Homöopathie nicht mehr als Placebo (Scheinarznei) taugt. Eine 2014 veröffentlichte Re-Analyse von Doppelblind-Studien durch Mathie et al., die im Gegensatz zu Egger/Shang et al. tatsächlich etwas zu individualisierter Homöopathie aussagen, kommt zu anderen Ergebnissen. Siehe auch deutsche Zusammenfassung.

Ein klares Ergebnis lieferte der unterdrückte Zweig der Schweizer „Evaluation der Komplementärmedizin“ in einer Veröffentlichung, die nur verspätet und mit Spendengeldern möglich wurde:

“Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es ausreichend Belege für eine präklinische Wirkung und klinische Wirksamkeit der Homöopathie gibt, und dass sie absolut und insbesondere im Vergleich zu den konventionellen Therapien eine sichere und kostengünstige Intervention darstellt.” (1)

C.C.

(1) Bornhöft/Matthiesen, 2006: Homöopathie in der Krankenversorgung. Wirksamkeit, Nutzen, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit